Etwa 700 Besucher auf der wichtigsten Nano-Veranstaltung Deutschlands am 7. und 8. Dezember in Münster.

Die 7. NRW Nano-Konferenz setzt neue Maßstäbe

Die führende Rolle Nordrhein-Westfalens im Bereich der Nanotechnologie zeigte sich deutlich auf der international renommierten Veranstaltung: Am Nanostandort Münster diskutierte das Fachpublikum aus den Fachbereichen Nanomaterialien, Nanosicherheit, Nanoanalytik, Nanomedizin, Nanoelektronik, Nanoenergie und organische Elektronik über Chancen, Risiken und Potenziale.

„Mithilfe der Nanotechnologie erschließen wir nicht nur großes wirtschaftliches Potenzial. Schlüsseltechnologien wie die Nanotechnologie werden den Weg ebnen, um Antworten auf Herausforderungen wie den Klimawandel und die Energiewende, ressourcenschonendes Wirtschaften und Gesundheit sowie den demografischen Wandel zu finden“, sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze. „Es ist unser Anspruch, unsere führende Rolle in Europa auf diesem Forschungsgebiet auszubauen. Wir verfügen in NRW über exzellente Voraussetzungen, mittels Nanotechnologie einen wichtigen Beitrag für die Forschung und den Menschen zu leisten. Münster hat schon bei seiner Premiere gezeigt, dass es künftig im Wechsel mit Dortmund ein hervorragender Standort der Konferenz sein wird.“ Als Querschnittstechnologie ist die Nanotechnologie mittlerweile ein fester Bestandteil bei der Entwicklung neuer Werkstoffe oder in der Elektronik. Kein modernes Auto kommt mehr ohne Nanotechnologie aus, sei es in der Elektromobilität mit ihren hohen Anforderungen an Batterien oder bei Bauteilen für Sensoren, Scheinwerfer, Bedienelemente oder moderne Verbrennungsmotoren.

Im Fokus der Konferenz standen die Themenfelder „Gesundheit“, „Elektronik“, „Neue Werkstoffe“, „Sicherheit und gesellschaftliche Akzeptanz“ und „Energie“. Erstmalig wurde eine Fachsession dem „Geschäftsmodell Nanotechnologie“ gewidmet. Auch hier zeigten die Besucherzahlen deutlich, dass die Nanotechnologie schon lange den Weg von der Wissenschaft in die Anwendung gefunden hat. Eine Vielzahl spannender R&D-Projekte sowie Produkte und Dienstleistungen wurden auch auf der umfangreichen Ausstellung präsentiert. Hier standen neben der Demonstration vor allem der Gedankenaustausch und die Vernetzung im Fokus. Diesen essentiellen Elementen der Konferenz dienten auch die „Business Pitches“, in denen sich Unternehmen jeweils in 240-Sekunden-Präsentationen vorgestellt haben. Aber auch der wissenschaftliche Nachwuchs kam auf seine Kosten – auf der über 110 Poster umfassenden Posterausstellung präsentierten viele NachwuchswissenschaftlerInnen ihre Forschungsergebnisse.

Wo Wirtschaft und Wissenschaft zusammenkommen, sind Förderprojekte nicht weit. Auf der Ausstellung wurden im Rahmen des Interreg Europe-Projekts „NMP-REG“ Stakeholder zum Thema Unternehmensgründung und -konsolidierung akquiriert, um mit Best-Practice-Erfahrungsberichten speziell aus dem Bereich der Schlüsseltechnologien Startups zu unterstützen und so den Technologietransfer zu verbessern. Auf dem Stand des Interreg V A-Programms „ROCKET“ wurden in der Matchmaking-Area Pläne für neue grenzüberschreitende Innovationsprojekte gefasst und Konsortien gebildet.

Auf der Abendveranstaltung wurden die besten drei Aussteller prämiert. Unterstützt durch den Young Academics-Sponsor „nanobay – NB GmbH“ – wurden ebenfalls die besten drei Posteraussteller ausgezeichnet und alle Referenten und Teilnehmer der Posterausstellung haben im Rahmen der NMWP Young Academics die Chance, einen wissenschaftlichen Beitrag (Full Paper) zu ihrem Thema bei der Zeitschrift „Materials Today: Proceedings“ zu veröffentlichen.

Im „Nano4School“-Bereich gab das MExLab Physik der Westfälische Wilhelms-Universität Münster über 80 Oberstufenschülerinnen und -schülern aus ganz NRW einen anschaulichen Einstieg in die Nanoanalytik am Beispiel der Rastersondenmikroskopie mittels eines funktionsfähigen Lego Mindstorm-Setups.

Am dritten Tag der NRW Nano-Konferenz gewährten verschiedene Sponsoren und Aussteller der Konferenz den Gästen spannende Einblicke und präsentierten ihre Produkte bei Unternehmensbesichtigungen im alltäglichen Gebrauch. Gut besucht war zum Beispiel die in Münster ansässige Firma nanoAnalytics GmbH die zusammen mit Hitachi High-Technologies Co. das Hitachi SU8230 zusammen mit dem Bruker EDX-System LIVE vorführte. Dabei wurden Vergrößerungen bis 300.000x und eine laterale, chemische Ortsauflösung von unter 50nm erzielt.

Das Feedback der internationalen Besucher war durchweg positiv. Die Ausrichtung wird künftig im Wechsel zwischen den Standorten Münster und Dortmund stattfinden.

Veranstaltet wird die NRW Nano-Konferenz vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen gemeinsam mit dem Cluster NanoMikroWerkstoffePhotonik.NRW und der Wirtschaftsförderung Münster.

Bei Fragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung: melanie.elles@nmwp.de

Young Academics Sponsor

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